Das neue Bootshaus des Duisburger Ruderverein an der Regattabahn entstand zwischen den Jahren 1963 und 1965. Unter der Leitung von Heinrich Schmitz wurde der Bauausschuß gebilldet. Ihm gehörten folgenden Herren an:

  • Architekt Wilhelm Röver
  • Karl-Heinz Weyland
  • Alfons Welbrink
  • Klaus Müller-Trimbusch
  • Dr. Günter Naschold
  • Direktor Smits

 

Ihre Aufgabe, das Haus an der Ruhr bestmöglich zu verkaufen, ein Grundstück für ein neues Haus möglichst an der Wedau zu finden, die Verhandlungen mit Stadt und Behörden zu führen und das neue Haus zu erstellen, war nicht leicht.

Bootshaus1975

 Historische Bildersammlung

Bootshaus im Jahre 1975

Am 2. August 1963 war es dann soweit. Die Stadt Duisburg hatte dem Verein die Landspitze an der Zuschauerseite der Regattabahn als Bauplatz zugewiesen, und Oberbürgermeister August Seeling nahm die Grundsteinlegung unter Teilnahme von zahlreichen Ehrengästen vor. Nach knapp zweijähriger Bauzeit konnte am 20. März 1965 das neue Bootshaus des Duisburger Rudervereins seiner Bestimmung übergeben werden, gerade noch rechtzeitig vor den Ruder-Europameisterschaften.

Umbau nach 1981

Der Vorstand beschloß 1981, eine grundlegende Haussanierung zu planen und die Mitgliederschaft dafür zu gewinnen. Ein Architekt wurde beauftragt, eine Bestandsaufnahme zu erstellen und ein Sanierungskonzept einschließlich Kostenplanung vorzulegen. Als diese Unterlagen vorlagen, wurde klar, daß hier in großem Umfang Sanierungsbedarf bestand. Der nächste Schritt war die Diskussion über die Finanzierung. Das Ausloten der gegebenen Möglichkeiten löste eine alte Diskussion wieder neu aus. Der Duisburger Ruderverein war seit Jahren im Besitz einer Immobilie in Hamburg, ein Erbe des verstorbenen Ruderkameraden John Hartner. Dieses Mehrfamilienhaus erbrachte zwar Mieteinnahmen, die aber dem Duisburger Ruderverein nur unzureichend zur Verfügung standen, da das alte Gebäude ständig Reparaturen und Renovierungen erforderte. Die Idee, diesen Besitz zu veräußern, führte zu heftigen Diskussionen im Verein und spaltete die Mitgliedschaft in zwei Lager. Der Vorstand führte lange Gespräche mit vielen Mitgliedern, es gab offene Diskussionen über das Für und Wider. Diese führten schließlich zu einer außerordentlichen Mitgliederversammlung, auf der mit den anwesenden Vereinsmitgliedern eine offene Diskussion geführt wurde; diese war sachlich, aber auch heiß. Das Ergebnis war ein Ein Großteil des Vermögens wurde so angelegt, daß die zu erwartenden Zinsen jährlich dem Verein zuflossen in einer Höhe, die über der Rendite des Hausbesitzes in Hamburg lag. Ein weiterer Teil des Kapitals wurde für die Haussanierung eingesetzt, ein Restbetrag wurde in den Sportbetrieb gesteckt . Am 31.1.1987 konnten die Arbeiten am Bootshaus mit einer großen Einweihungsparty beendet werden.

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Bootshaus im Jahre 1975

Zur Belebung des sportlichen Geschehens wurde neben der Anschaffung eines neuen Bootssteges ein umfangreiches Bootsbeschaffungs-Programm gestartet, insbesondere im Bereich des allgemeinen Ruderbetriebs. Aber es gab immer noch keine Ruhe: Eine neue/alte Idee machte sich breit. Das Ruderbecken im Bootshaus mit vier Ruderplätzen kam in das Blickfeld der Planer. Die Nutzung dieses Raumes, der obendrein ja auch noch Eingang zum gesamten Sportbereich des Rudervereins war, stellte sich als unzureichend gegenüber anderen Trainingsinteressen heraus. Was wäre, wenn es gelänge, hier einen Fitneß-Raum anzulegen? Wieder gab es heftige Diskussionen in der Mitgliederschaft. Letztendlich setzten sich die Fitneß-Fans durch. In einer großen Aktion der Mitarbeit wurde das Ruderbecken aufgefüllt, mit einer Betonplatte abgedeckt und diese mit einem Teppichboden belegt. Einige Trainingsgeräte machten den Beginn, später wurden diese ergänzt. Das Ergebnis war und ist ein Fitneßraum im Duisburger Ruderverein, der intensiv genutzt wird.

Auf Klaus Schneider kam neue Herausforderungen zu. Herr Juretzka, der langjährige Pächter der Vereinsgastronomie, war gestorben, seine Familie gab die Bewirtschaftung auf. Die Frage der Nachfolge mußte durch den Vorstand vor dem Hintergrund eines erheblichen Renovierungsaufwandes in den Gastronomieräumen gelöst werden. Ein chinesischer Pächer betreibt in neu gestalteten Räumen seitdem ein in dieser Lage bei der Bevölkerung sehr beliebtes Restaurant.

Die schnelle Umgestaltung des Wirtschaftsbetriebes ging einher mit dem Umbau der sanitären Einrichtungen des Vereins, möglich durch starkes persönliches Engagement einiger Mitglieder. Dies alles führte zu einer Belebung des Bootshausbesuches.

Umbau nach 2009

Nun befasste sich ein kleines Team mit der Energetische Sanierung des Gebäudes auf der Basis einer Energetischen Bewertung vom Oktober 2009 besteht aus folgenden Teilbereichen

  1. Erneuerung Dach , Dachdämmung
  2. Fassade, Außenwand-Dämmung
  3. Teildämmung Innen
  4. Deckendämmung unter 1.OG
  5. Heizungstausch, Warmwasseraufbereitung, ev Solarkollektoren
  6. Wasserzähler
  7. Neubau des Fitnessraumes auf der alten Terrasse
  8. Neubau Terrasse

Pünktlich zur World Rowing Masters 2012 konnten die meisten geplanten Umbauten abgeschlossen werden und die 3500 Sportler aus aller Welt konnten das Umgebaute Vereinshaus bewundern.

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