Am Sonntag, den 04. Februar, fand in der Halle des Theodor-Heuss-Gymnasiums in Essen-Kettwig der 23. Indoor-Cup des Nordrhein-Westfälischen Ruderverbandes in Verbindung mit der Deutschen Ruderergometer-Meisterschaft statt. Der Duisburger Trainingsgruppe ehrte mit zwei zweiten Plätzen sowie vier weiteren Finalteilnahmen zurück an die heimische Wedau.

Vier Finalqualifikationen in den Vorläufen

Den Auftakt machen traditionell die Vorläufe im Junioren- und Seniorenbereich. Als erste Duisburger Starterin ging Finya Nolzen im Rennen der B-Juniorinnen auf die 1.500 Meter lange virtuelle Rennstrecke. In ihrem ersten Rennen im Juniorenbereich konnte Finya die Erwartungen ihrer Trainer übertreffen und konnte sich mit einem sehr guten zweiten Platz im Vorlauf deutlich für das Finale am Nachmittag qualifizieren.

Dieses Finalticket wollten sich Niklas Lebede und Paul Scholz im Rennen der männlichen B-Junioren ebenfalls sichern. Nach einem kurzfristigen krankheitsbedingten Ausfall konnte der Bronze-Medaillengewinner im Achter der Deutschen Meisterschaft 2017 leider seine gewohnte Leistung nicht abrufen und so verpasste Niklas mit einem fünften Platz im Vorlauf leider den Finaleinzug denkbar knapp. Das Finalticket lösen konnte hingegen Paul Scholz. In seinem ersten Jahr im Juniorenbereich erreichte Paul einen zweiten Platz im Vorlauf, der ihm einen Start im Finale der besten zehn ermöglichte.

Bei den A-Juniorinnen konnte Lea Wegmann ebenfalls krankheitsbedingt nicht in das Renngeschehen eingreifen und erreichte eine zufriedenstellende Platzierung im Mittelfeld.

Im Senioren-Bereich starteten gleich zwei Duisburger, Marvin Lebede bei den Leichtgewichts-Männern 19-29 und Isaiah McDaniel bei der entsprechenden Klasse im Schwergewicht. Im Vorlauf dieser Elite-Klasse konnte Marcin sich knapp mit einem zehnten Platz für das Finale qualifizieren, Isaiah verpasste mit dem undankbaren elften Platz nur knapp die erhoffte Finalteilnahme.

Zwei Mal Silber für Charlotte und Alexander

Nach der offiziellen Eröffnung des Finalblockes ging es zuerst in die Entscheidungsläufe im Kinderbereich.

Den Start machten Charlotte Scholz und Finja Paulweber bei den 12-jährigen Mädchen. Während Charlotte schon in den letzten Jahren einiges an Erfahrung sammeln konnte, war es für Finja das erste Rennen auf dem Indoor Cup. Charlotte konnte sich direkt am Start mit einer Kontrahentin aus Essen vom Feld absetzen und fuhr über die komplette Distanz von 1000 Metern dicht hinter der Erstplatzierten. Trotz einiger Sprints kam Charlotte nicht mehr an ihre Kontrahentin heran und musste sich mit einem zweiten Platz zufriedengeben. Finja konnte im Feld mitfahren und reagierte auf die Sprints und Geschwindigkeitswechsel der Gegner sofort. Obwohl sie keinen vorderen Platz erreichen konnte, war es für die junge Sportlerin eine tolle Auftaktveranstaltung in ihre erste Saison.

Als nächster Sportler war Luis Paulweber an der Reihe. Auch für ihn war der Start im Rennen der 12-jährigen Jungen das erste Rennen auf dem Indoor Cup. Luis konnte von Anfang an seine sich selbst gesetzte Geschwindigkeit halten und ließ auch keinen seinen Gegner an sich heran. Am Ende überzeugte er seine Trainer mit einem guten Platz im Mittelfeld.

Den Abschluss bildete Alexander Scholz, der im letzten Jahr schon den zweiten Platz auf dem Ergo belegen konnte und sich dieses Jahr eine ähnliche Platzierung vornahm. In den Vorbereitungen hatte er hart trainiert, um um den ersten Platz mitfahren zu können, den er sich im ersten Rennen der Saison holen wollte. Mit einem starken Startsprint konnte er sich im großen Starterfeld mit über 30 Sportlern vorne platzieren und ließ auch keinen mehr an sich heran. Nur ein Kontrahent aus Dortmund konnte schon am Start wegziehen und gab trotz diverser Zwischensprints von Alexander keine Möglichkeit zum Überholen, sodass Alex mit einem guten zweiten Platz ins Ziel ruderte.

Platz 5 für Finya und Paul, gute Leistungen von Marvin und Isaiah

Nach diesen erfolgreichen Rennen der Kinder, standen als nächstes die Finalrennen der Junioren auf dem Plan.

Finya startete motiviert von dem guten Ergebnis im Vorlauf in das erste Meisterschafts-Finale ihrer Ruderkarriere. Über den gesamten Rennverlauf konnte sie sich konstant im Mittelfeld platzieren, musste allerdings einige ältere Kontrahentinnen von Beginn an wegziehen lassen. Verschiedene Angriffsversuche ihrer Gegnerinnen konnte sie erfolgreich abwehren und überquerte als fünfte das virtuelle Ziellinie.

Im anschließenden Finale der B-Junioren erhoffte sich Paul ein vergleichbar gutes Ergebnis. Angefeuert von Trainer Florian Derdzinski konnte sich Paul sehr schnell von einigen Kontrahenten absetzen und lag nach 1.200 Metern auf dem Bronzerang. Im Endspurt musste er sich allerdings noch zwei Gegnern des älteren Jahrgangs geschlagen geben und konnte damit mit dem fünften Platz ein sehr gutes Ergebnis im Saisonauftakt erreichen.

Nachdem das Finale der leichten Männer ursprünglich ohne Duisburger Beteiligung stattfinden sollte, erreichte Trainer Stefan Wallat eine erfreuliche Nachricht aus dem Wettkampfbüro. Aufgrund einer kurzfristigen Abmeldung ist Isaiah als erster Nachrücker in das Finale gerutscht und hatte somit die Chance, sich noch einmal mit den Besten dieser Altersklasse zu messen. Überrascht von dieser kurzfristigen Qualifikation konnte Isaiah leider nicht im Feld dieser Eliteklasse mithalten und erreichte nach 2.000 Metern einen zehnten Platz, konnte aber die Stimmung in Deutschlands Ergo-Tempel Nummer 1 genießen und war zufrieden mit dieser Finalteilnahme.

Den Abschluss der Duisburger Mannschaft machte Marvin Lebede im Finale der leichten Männer. Nach dem zehnten Platz im Vorlauf ging Marvin mit dem Ziel an den Start, sich möglichst weiter zu verbessern. Dies gelang ihm auch in einem sehr ambitionierten Rennen, in dem er sich bereits am Start von einigen Gegnern absetzen konnte und den siebten Platz über die Strecke erfolgreich verteidigen konnte.

Trainer und mehrfacher Weltmeister Stefan Wallat resümierte abschließend: „Die Ergebnisse lassen auf eine erfolgreiche Saison 2018 hoffen. Gerade die beiden fünften Plätze von Finya und Paul sind ein sehr gutes Zeichen, da beide die einzigen Finalteilnehmer des jüngeren Jahrgangs waren.“

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